Sibe im Porträt
Stephan Jungblut – Sicherheitsbeauftragter
Die Fasanerie Wiesbaden hat es sich zur Aufgabe gemacht, bedrohte Tiere zu schützen und Naturwissen weiterzugeben. Der städtische Tier- und Pflanzenpark bietet auf einer Fläche von 23 Hektar eine abwechslungsreiche Landschaft und mehr als 130 Tiere aus rund 40 heimischen Arten.
Tierisch sicher
Ich bin als Arbeitsgruppenleiter für die Pflege der Anlagen zuständig. Schon seit ich in unserem Tierpark in der Tischlerei angefangen habe, engagiere ich mich als Sibe. Es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn mein Wissen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz gebraucht wird.
Arbeitssicherheit ist für mich kein Zustand, sondern ein Prozess. Ich tausche mich deshalb regelmäßig mit meinen Sibe-Kollegen aus den Bereichen Handwerk und Tierpflege und mit den Fachkräften für Arbeitssicherheit der Stadt Wiesbaden aus. So halte ich mein Wissen zu Themen wie Arbeiten in Hitze und Kälte, Haut- oder Rückenschutz aktuell und gebe es weiter. Ich kontrolliere gewissenhaft die Einhaltung von Prüffristen, habe die Betriebsanleitungen neu organisiert sowie Lärm-, Vibrations- und Gefahrstoffkataster angelegt.
Eine Besonderheit stellen bei uns die Tiere dar. Damit der Besuch in der Fasanerie für Mensch und Tier ein sicheres Erlebnis bleibt, gelten für einige Tiere besondere Sicherheitsvorkehrungen. Bei uns gehören Bären, Wölfe, Wisente und – während der Brunft – Hirsche zur höchsten Sicherheitsstufe III. Wenn wir in diesen Gehegen etwas reparieren oder bauen, müssen diese Tiere in ihren Ställen sein. Besonders wichtig ist deshalb die Rücksprache mit den Tierpflegern, bevor wir ein Gehege betreten.
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Foto: Frank Schuppelius